Krankenkassen und Hypnose: Wann werden die Kosten übernommen?

Weisst du, welche Krankenkasse für Hypnose-Sessions zahlt?

Hypnose und ihre Anwendungsmöglichkeiten

Die Hypnose hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Für viele Menschen ist sie eine vielversprechende Methode, um psychische und physische Beschwerden zu lindern. Doch wie funktioniert Hypnose, und welche Anwendungsgebiete gibt es in der Medizin und wie stehen die Krankenkassen dazu?

 

Was ist Hypnose und wie funktioniert sie?

Hypnose kann als ein Zustand erhöhten Bewusstseins definiert werden. Einige Leute nennen es den Flow-Zustand und beschreiben es als das Gefühl, welches man hat, wenn man vollständig in eine Aktivität eingetaucht ist und nichts um sich herum bemerkt. Sportler benutzen diesen Geisteszustand, um sich auf den Wettkampf vorzubereiten. In einem solchen Zustand bist Du aufnahmefähiger und in der Lage, negative Muster mit positiveren und produktiveren Verhaltensweisen zu vernetzen.

 

Anwendungsbereiche der Hypnosetherapie in der Medizin

Die Hypnosetherapie wird in der Medizin häufig in Bereichen eingesetzt, in denen traditionelle Behandlungen oft an ihre Grenzen stossen. Zu den Anwendungsfeldern zählen vor allem die Schmerzbewältigung, die Behandlung von Ängsten und Phobien sowie die Unterstützung bei Verhaltensänderungen wie etwa der Raucherentwöhnung oder Gewichtsreduktion und bei Suchterkrankungen.

 

Kostenübernahme durch die Krankenkasse – Aktueller Stand*


Warum wird Hypnose nicht standardmässig von der Krankenkasse übernommen?

Trotz der vielen positiven Rückmeldungen und Studien zur Wirksamkeit von Hypnose ist diese Therapieform in der Schweiz bislang keine Standardleistung der obligatorischen Krankenkasse. Das liegt daran, dass Hypnose nicht im Katalog der Nicht-Ärztlichen Leistungen der obligatorischen Krankenversicherung aufgeführt ist. Es gibt nur einzelne Zusatzversicherungen, die unter bestimmten Bedingungen die Kosten für die Hypnosesitzungen übernehmen.


In welchen Ausnahmefällen übernehmen Krankenkassen die Kosten?

In bestimmten Fällen kann eine Hypnosetherapie jedoch von der Zusatzversicherung übernommen werden. Hierzu gehören spezielle medizinische Indikationen, bei denen keine alternativen Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen oder Hypnose als letzte Möglichkeit gilt, um einen Behandlungserfolg zu erzielen. Dafür braucht es eine Verweisung durch den Arzt. Damit sich Krankenversicherungen an den Kosten für präventive Therapien beteiligen, wird es wohl noch viele weitere Studien brauchen, die der Hypnose ihre Wirksamkeit attestieren.

 

Werden meine Leistungen von der Krankenkasse übernommen?

Nein. Wie bereits gesagt, gehört Hypnose nicht in den Leistungskatalog der obligatorischen Krankenkasse. Ich kenne nur eine Zusatzversicherung, welche Hypnosetherapie als Teil ihres Katalogs anerkennt.

Ich möchte auch in Zukunft frei darüber entscheiden, wie ich arbeite und welche Weiterbildungen ich besuche. Daher habe ich es stets abgelehnt, eine Anerkennung zu beantragen.

 

Gründe für die fehlende Übernahme durch Krankenkassen

Wie entscheiden Krankenkassen über Kostenübernahmen?

Krankenkassen prüfen sehr genau, ob sie eine Behandlung gesetzlich bezahlen müssen oder nicht. Zusatzversicherungen prüfen sodann, ob die begehrte Therapie ihren Standards entspricht. Hierzu zählen unter anderem Nachweise für die medizinische Notwendigkeit, die wissenschaftliche Anerkennung und die Kosteneffizienz der Behandlung. Da Hypnose in vielen Bereichen noch nicht als Standardtherapie gilt, ist die Übernahme oftmals ausgeschlossen und wird nur in Ausnahmefällen gewährt.

Ausserdem muss man anfügen, dass es sich bei den Begriffen “Hypnosetherapeuten” und Ähnlichem nicht um (einen) geschützte(n) Titel handelt. Dies führt auch dazu, dass Krankenkassen hier vorsichtig agieren bzw. das Risiko für die Wahl der Therapie und der Therapeut*innen den Versicherten überlassen.

 

Wie stehen Hypnosetherapeutinnen und Hypnosetherapeuten zur Bezahlung der Leistungen durch die Krankenkassen?

Die Landschaft der Hypnosetherapeut*innen ist in dieser Frage gespalten.

Dafür

Auf der einen Seite gibt es jene, die finden, Hypnose kann wunderbar für medizinische Zwecke eingesetzt werden. Deswegen sollten die Krankenkassen dafür bezahlen.

Zu diesen wäre sicherlich der Schweizerische Berufsverband für Hypnosetherapie zu zählen, der sich die Anerkennung durch die Krankenkassen auf die Fahne geschrieben hat. Wenn ich mich nicht irre, steht auch dieser Verband hinter einer kürzlich veröffentlichten Studie mit dem Ziel, die Wirksamkeit von Hypnose wissenschaftlich zu belegen.

Dagegen

Auf der anderen Seite gibt es jene, die der Ansicht sind, Krankenkassen sind nicht in der Lage, Leistungen im Zusammenhang mit der emotionalen Entwicklung von Klient*innen zu beurteilen, und sollen sich nicht einmischen.

So hat beispielsweise die Kostenübernahme für Psychotherapie unter Anderem dazu geführt, dass die Krankenkassen die “angemessene” Behandlungsdauer für die jeweilige Erkrankung bestimmten und die Therapeuten riskierten, auf ungedeckten Rechnungen sitzen zu bleiben.

Auch wäre zuerst die Frage zu klären, wer denn bestimmen würde, was einen guten Hypnosetherapeuten ausmacht. Im diesem Zusammenhang einem das Debakel Schweizerischer Osteopathieverband in den Sinn, welcher frühere Ausbildungen aus dem Ausland nicht anerkennt, obwohl diese in der Schweiz erst seit 2014 angeboten werden.

 

Vorteile der Selbstzahlung bei Hypnosetherapien

Flexibilität und individuelle Gestaltung

Eine Selbstzahlung bietet den Klient*innen jedoch auch Vorteile. Zum Einen kann man darauf setzen, dass die Therapie nach ihren individuellen Bedürfnissen gestaltet wird und nicht an strikte Vorgaben oder Genehmigungsverfahren gebunden wird. So kann die Klientin selbst entscheiden, welches Thema sie angehen, und dadurch, wie viele Sitzungen sie in Anspruch nehmen möchte, und flexibel an ihren persönlichen Zielen arbeiten.

 

Einfluss auf die Qualität und Auswahl des Therapeuten

Es gibt viele Überlegungen, die in die Wahl des richtigen Hypnosetherapeuten einfliessen sollten. Die wohl wichtigste ist, wie es um dein Vertrauen in diese Person steht.

Wer die Kosten selbst trägt, kann gezielt nach einem erfahrenen und spezialisierten Therapeuten suchen und hat die Freiheit, den Therapeuten seines Vertrauens zu wählen. Bei Kassenleistungen ist die Auswahl oft begrenzt, was gerade bei der sensiblen Hypnosetherapie entscheidend sein kann.

 

Fazit – Übernahme der Kosten und Eigenverantwortung

Die Kostenübernahme für Hypnosetherapien durch die Krankenkassen bleibt in der Schweiz ein komplexes Thema. Zwar gibt es in Ausnahmefällen die Möglichkeit, die Kosten erstattet zu erhalten, doch in den meisten Fällen müssen Klientinnen die Kosten selbst tragen. Das ist gerade im Zusammenhang mit Hypnose zur Schmerzbewältigung sehr unglücklich, da so physisch Leidende auch noch finanziell belastet werden.

Die Selbstzahlung bietet jedoch auch Freiheiten und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Des Weiteren ist der Klient so auch eher gewillt, Verantwortung für den eigenen Therapieerfolg übernehmen.

Mir ist bewusst, dass sich nicht alle meine Hypnoseprogramme leisten können. Daher gibt es die Möglichkeit, sich an Soli-Sitzungen zu beteiligen: Mit einer Spende in freier Höhe an das nachstehende Konto, kannst du anderen ermöglichen, bis zu 50% Ermässigung auf meine Sitzungen zu erhalten. Einfach als Zweck “Soli-Hypnose” einfügen.

CH47 0844 0260 5206 4200 1, Bank Cler AG (Kontoinhaber: Matias Rodriguez Herran, MRH Solutions, 3012 Bern)

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Häufig gestellte Fragen (FAQs)

 

Solltest du Interesse an mehr Informationen haben, wie du deinen Verstand und deinen Geist in für dich geeigneter Weise beeinflussen kannst, kannst du dich gerne mit mir in Verbindung setzen. Ein Kontaktformular findest du hier.

 

*Disclaimer: Ich weise darauf hin, dass ich in diesem Artikel ausschliesslich meine persönliche Meinung und Kenntnisse wiedergebe und keinen Anspruch darauf erhebe, vollständige oder umfassende Informationen zu bieten. Ich bin ausserdem weder befähigt noch berechtigt, medizinische Diagnosen zu stellen oder professionelle Beratung in diesem Bereich anzubieten.

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